Kryolipolyse – funktioniert diese Methode wirklich?

Kryolipolyse als Alternative zum Fettabsaugen

Wer mit kleineren Fettpolstern unzufrieden ist, kann neben einer Fettabsaugung auch eine Kryolipolyse in Betracht ziehen. Die Trendmethode aus den USA soll eine besonders sanfte Art der Fettreduktion sein, die mit sehr geringen Risiken verbunden ist. Hier sehen wir uns an, wie die Behandlung funktioniert und ob sie tatsächlich hält, was sie verspricht.

Was ist eigentlich Kryolipolyse?

Das Wort „Kryolipolyse“ kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie „Fettauflösung durch Kälte“. Das gibt auch schon Auskunft darüber, wie die Behandlung abläuft. Denn der Schönheitstrend aus den USA soll dazu dienen, mithilfe von Kälte Fett zu reduzieren. Die Methode ist jedoch nicht zum Abnehmen geeignet, sondern hilft stattdessen dabei, kleine Fettpölsterchen zu beseitigen, die selbst durch Diäten oder Bewegung nicht verschwinden.

Der Prozess ist grundsätzlich recht simpel. Bestimmte Problemzonen wie Bauch, Hüfte, Oberschenkel etc. werden ungefähr für eine Stunde auf ca. minus 4 Grad heruntergekühlt. Währenddessen wird darauf geachtet, dass keine Rötungen oder Verbrennungen auf der Haut entstehen. Etwa vier Stunden später hat die Haut wieder ihre Normaltemperatur erreicht, die Fettzellen verflüchtigen sich dann innerhalb von etwa drei Monaten.

So funktioniert Kryolipolyse

Kryolipolyse macht sich die Kälteempfindlichkeit der Fettzellen zugute. Bei Unterkühlung kristallisieren sich nämlich Fett-Lipide heraus, die ihre eigene Zellmembran von innen zerstören. Mit anderen Worten, die Fettzellen werden so stark unterkühlt, dass sie schließlich absterben und über die Lymph- und Blutgefäße vom Körper abtransportiert werden. Nach ein paar Wochen oder Monaten sollten die unliebsamen Fettpolster dann verschwunden sein.

Wie effektiv ist die Methode?

Mit dieser Technik können hauptsächlich kleinere Fettpolster reduziert werden, sodass sich in der Regel etwa 20-40 % des Fetts an einer bestimmten Stelle entfernen lässt. Der Vorteil gegenüber einer Liposuktion ist jedoch, dass der Eingriff nicht-invasiv ist. Das bedeutet, dass es keine Nadelstiche oder Einschnitte gibt und somit auch keine Narben oder Verletzungen entstehen. Zudem verschwinden die Fettzellen nicht plötzlich, sondern nach und nach, sodass die Haut Zeit hat, sich anzupassen und nicht nach unten hängt.

Welche Risiken entstehen?

Eine Kryolipolyse gilt als ungefährlich, sofern der behandelnde Arzt darauf achtet, dass die Haut nicht gerötet oder verbrannt wird. Unter Umständen können Hämatome entstehen oder ein Taubheitsgefühl auftreten, das jedoch nach ein paar Tagen wieder verschwindet. Wichtig ist auf jeden Fall, nicht selbst mit Unterkühlung zu experimentieren, sondern bei der Kryolipolyse auf Spezialisten zu vertrauen. Dafür kommen ausschließlich erfahrene Ärzte infrage, die bereits im Vorgespräch vorhandene Erkrankungen, Allergien und Medikamente in Betracht ziehen.

Kryolipolyse kann also, sofern die Behandlung von qualifizierten Fachkräften durchgeführt wird, eine relativ effektive Methode zur Beseitigung einzelner Fettdepots sein. Zwar wird generell meist weniger Fett beseitigt als bei einer Fettabsaugung, doch das Verfahren ist dafür schonender.