Schönheitsoperationen: Abnehmen auf dem OP-Tisch (Teil 2)

Schönheitsoperation

Manchmal scheint eine Operation der einzige Weg zum Glück zu sein – wenn man unbedingt abnehmen möchte und nichts mehr hilft, entscheiden sich viele Menschen für das Skalpell. Dabei müssen allerdings einige Faktoren bedacht werden. Hier können Sie nachlesen, mit welchen Gefahren, Erfolgschancen und Kosten Sie bei Schönheitsoperationen rechnen müssen.

Die Bauchdeckenstraffung

Diese Methode zielt darauf ab, überschüssiges Bauchfett chirurgisch zu entfernen. Die Standardprozedur sieht so aus: es wird ein wellen- oder U-förmiger Schnitt in den Unterbauch gemacht. Dieser beginnt knapp oberhalb Ihres Schamhügels und verläuft dann seitlich entlang der Bikinilinie zum linken und rechten Beckenknochen. Auf diese Weise können die Narben dann später unter der Unterwäsche verschwinden – diese sind etwa 40 Zentimeter lang.

In der Folge wird ein zweiter Schnitt um den Nabel gemacht, um ihn von der Bauchhaut abzulösen. Er bleibt aber mit der Bauchhaut verbunden. Jetzt werden die Haut und das Unterhautfett (Subkutis) von der Muskulatur bis unter den Rippenbogen getrennt.

Erst jetzt wird das Fett entfernt, danach werden im Fall überdehnte Bauchmuskeln wieder zusammengenäht, was oft nach einer Schwangerschaft der Fall ist. Die überschüssige Haut wird abgeschnitten und die Wundränder werden vernäht. Durch einen kleinen Schnitt wird dann noch der Nabel an der Haut festgenäht.

Mögliche Gefahren

Da es sich hier um eine große Operation im Bauchraum handelt, kann die Wunde wie bei jedem chirurgischen Eingriff nachbluten und sich entzünden. Die Bildung von Blutgerinnseln ist ebenfalls möglich. Die Haut wird hier stark gestrafft, weshalb Sie in den ersten Wochen mit Spannungsschmerzen rechnen müssen. Wurde die Haut zu sehr gespannt, könnte das Gewebe um den Nabel herum nicht mehr ausreichend durchblutet werden – im schlimmsten Fall stirbt das Gewebe ab.

Auch breite Narben können durch eine extreme Straffung entstehen. Wurden Nerven verletzt, müssen Sie mit Taubheitsgefühlen rechnen, die auch permanent bleiben können. Das betrifft vor allem den Bereich des Nabels, reicht aber manchmal sogar bis zu den Oberschenkeln.

Erfolgsaussichten

Hier kommt es ganz auf Sie selbst an. Ist die Operation gut verlaufen, müssen Sie Ihren Teil beitragen: gesunde Ernährung und Fitness sind dann das A und O für Ihre Zufriedenheit.

Kosten

  • Entfernung von Haut- und Fettgewebe: ca. 3500 Euro
  • Muskelstraffung: ca. 6000 Euro

Auch die Kosten für den Krankenhausaufenthalt und die Narkose sollten Sie dazurechnen.

Oberschenkelstraffung

Bei einer Oberschenkelstraffung wird ein halbkreisförmiger Schnitt in Ihrer Leistenhöhe angebracht. Dieser geht bogenförmig vorne von der Leistengegend seitlich hoch bis zu Ihrem Beckenknochen und dann nach hinten bis in die Gesäßfalte. Die gesamte Haut am Oberschenkel wird gelöst und dann stramm nach oben gezogen. Anschließend werden die Wundränder vernäht.

Falls Ihre Oberschenkelhaut sehr schlaff ist, wird Ihre Haut außerdem noch an der Innenseite des Oberschenkels aufgeschnitten. Dieser Schnitt reicht dann von der Leistenfalte abwärts bis zum Knie. Dabei wird nochmal überschüssige Haut entfernt, bevor der Rest wieder zusammengenäht wird.

Potenzielle Komplikationen

Bei dieser Operation müssen Sie mit vorübergehenden Schmerzen, Schwellungen und Blutergüssen rechnen, vielleicht sogar mit Entzündungen. Bei Frauen kann es vorkommen, dass eine zu stramm gespannte Haut die großen Schamlippen flach zieht. Besonders im Hüftbereich können sichtbare Narben zurückbleiben.

Erfolgsaussichten

Nach einem halben Jahr können Sie das Ergebnis endlich bewundern. Dann sind alle Schwellungen zurückgegangen, lange Narben werden allerdings bleiben. Was die Haltbarkeit betrifft, so dürfte sich die Straffheit nach etwa 8-10 Jahren wieder verlieren.

Kosten

Wenn Sie eine beidseitige Straffung vornehmen lassen wollen, werden Sie mit mindestens 6000 Euro rechnen müssen. Die Krankenhauskosten sind dabei noch nicht inkludiert.

Wenn Sie sich für eine Operation entscheiden, um abzunehmen, verlieren Sie Ihr Fett nicht permanent. Die Vorläufer der entfernten Fettzellen bleiben bestehen – eine Neubildung dieser Fettzellen ist also auf jeden Fall möglich. Deshalb können Sie nur mit dem Ergebnis zufrieden bleiben, wenn Sie einen gesunden Lebensstil führen.