Haarersatz und Haartransplantation im Vergleich

Perücke

Viele Menschen leiden aus den unterschiedlichsten Gründen an Haarausfall. Um ihr Wohlbefinden wieder optimal zu erreichen, spielen immer mehr Betroffene mit dem Gedanken an eine künstliche Abhilfe. Doch welches Verfahren ist überhaupt das richtige? Wir haben die Vor- und Nachteile von Haartransplantation und Haarersatz im Vergleich recherchiert.

Haartransplantationen

Der Begriff „Transplantation“ beschreibt hier schon genau das, was passiert. Man verpflanzt Haare von einer Stelle des Körpers auf eine andere. Für diesen Vorgang sind allerdings einige Bedingungen vonnöten, denn eine Haartransplantation ist nicht bei jedem möglich:

  • Erblich bedingter Haarausfall

Trifft diese Art zu, macht eine Transplantation Sinn. Aus genetischen Gründen sind hier nämlich die verbliebenen Haarwurzeln unempfindlich gegenüber weiterem Haarausfall. Optimale Bedingungen also für eine Verpflanzung – denn genau an diesen Stellen können Haare eingesetzt werden, die dann nicht mehr ausfallen.

  • Genügend Spenderhaare

Dieser Punkt ist besonders wichtig. Denn viele Menschen denken, auch bei wenigem Eigenhaar hier die Lösung zu finden. Tatsächlich aber geht es bei einer Transplantation um die Neuverteilung bereits vorhandener Haare. Genau diese dienen nämlich als Spenderquelle! Man benötigt mindestens 20% des eigenen Haarkranzes für ein gutes Ergebnis.

Im Grunde könnte man Haare von anderen Stellen des Körpers verwenden – allerdings können Struktur und Farbe nur optimal übereinstimmen, wenn die Quelle das Haupthaar selbst ist. Hat man also nur noch einen Haarkranz, kann die erwünschte Optik mit einer Eigenhaartransplantation nicht erreicht werden. Bei Geheimratsecken oder einem frühen Stadium von Haarausfall, sehen die Erfolgschancen wiederum gut aus.

  • Gestoppter Haarausfall

Eine Verpflanzung kann nur Sinn machen, wenn der Haarausfall bereits gestoppt ist. Fallen in weiterer Folge immer wieder Haare aus, steht man vor einem ewig unfertigen Projekt. Ärzte empfehlen daher ein Mindestalter von 30-35 Jahren.

Haarersatz

Im Gegensatz zu Transplantationen, kann ein Haarersatz jedem helfen, der unter Haarausfall leidet. Moderne Haarsysteme, wie etwa die vom K33 Hairhotel in Zürich bieten eine authentische Optik, die für jeden Fall anwendbar ist. Ob man nun unter den männertypischen Geheimratsecken leidet oder etwa als Frau von diffusem Haarausfall betroffen ist, spielt keine Rolle.

Auch im Krankheitsfall (beispielsweise bei einer Chemotherapie) kann ein Haarersatz wohltuende Abhilfe schaffen. Mit einem Zweithaar wird so ziemlich jeder angesprochen, der sich durch seine aktuelle Haarsituation nicht optimal wohl fühlt.

Techniken bei Haartransplantationen

Auf diesem Forschungsgebiet hat sich in den letzten Jahren einiges an Verbesserungen getan. Ein großes Plus an Professionalität ermöglichen unter anderem Techniken wie die MMG-Methode (Mini- und Micrografts) – hier wird zum Beispiel ein behaarter Hautstreifen entnommen, in Haarteile mit Haarwurzeln (Grafts) zergliedert und dann in vorbereitete Gebiete eingepflanzt.

Dann gibt es noch zahlreiche Weiterentwicklungen, wie etwa die FUI-Technik (Follicular Unit), die mit hochauflösenden Mikroskopen arbeitet, oder die FUE-Methode (Follicular Unit Extraction), eine der modernsten Arten der Transplantation.

Auch die I-FUE-Technik (Intermittent Follicle Unit Extraction) findet heutzutage Anwendung und ermöglicht eine positivere Anwachsrate.

Haarersatz-Techniken

Aus Echt- oder Kunsthaar werden heutzutage realistische Haarsysteme kreiert, die eine stimmige Optik möglich machen. Perücken sehen längst nicht mehr so „falsch“ aus, wie früher – Anbieter wie K33 etwa arbeiten mit Maßanfertigungen nach dem individuellen Kopfabdruck. Durch eine wasser- und luftdurchlässigen Kunsthaut kann die Kopfhaut natürlich durchschimmern, was einerseits hygienischer ist und andererseits Authentizität verspricht.

Die Haare werden wie bei Transplantationen händisch und einzeln in das Haarsystem implementiert. Komponenten wie der Farbton (oder Grauanteil), der Wellungsgrad und die Haardichte werden gemeinsam in einem ausführlichen Beratungsgespräch analysiert.

Haartransplantation vs. Haarersatz

Nimmt man K33 als Beispiel für einen Haarersatz-Anbieter, so bekommt man seine Lieferung 4-5 Wochen ab der Bestellung. Man kann das kosmetische Ergebnis also relativ schnell sehen. Eine Transplantation wiederum benötigt mehrere Sitzungen im Umfang von jeweils 2 bis 6 Stunden – danach dauert es 4 bis 6 Monate bis das gewünschte Ergebnis sichtbar ist.

Außerdem handelt es sich hier um einen chirurgischen Eingriff, das heißt man muss mit kleinen Wunden rechnen, sowie Rötungen oder Verkrustungen in der Anfangsphase. Die Fehlerrate ist zwar gering, doch bei einer Operation kann immer etwas passieren.

Ein Haarersatz verlangt vonseiten des Kunden wiederum weder Schmerzen noch einen Eingriff ab. Allerdings ist ein Haarersatz auch bei guter Pflege höchstens ein Jahr lang optisch ansprechend.

Die Kostenfrage gewinnt zwar auf den ersten Blick der Haarersatz mit 200-700 Euro (je nach Anbieter). Das allerdings 2 oder sogar 3 mal im Jahr! Eine Transplantation kostet im Schnitt zwischen 2000 und 9000 Euro – sollte aber im besten Fall ein Leben lang Freude machen.

Der große Vorteil am Haarersatz ist jedenfalls seine breite Anwendungjeder, der von Haarausfall betroffen ist, kann sich so abhelfen. Bei der Transplantation geht das nur mit der richtigen Menge Resthaar. Allerdings können beim Haarersatz keine „lebenden“ Haare nachwachsen. Diese Möglichkeit wiederum bietet die Verpflanzung – hier hat man im Idealfall ein Leben lang wieder echte Haare. Jeder muss also für sich entscheiden, welche die richtige Variante ist.